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Am Südhang des Rothaargebirges, im Mündungsbereich der Odeborn in die Eder, liegt die
Ortschaft Raumland, drei km südlich von Bad Berleburg. Um 800 wird
Raumland in einer Schenkungsurkunde der Raumländer Grafen Reginhard und
Meginhard an das Kloster Fulda erstmals erwähnt. Doch die
reichlichen Siedlungsfunde der jüngsten Zeit dokumentieren eine Besiedlung
der günstig entlang der Eder gelegenen Freiflächen von Meckhausen bis nach
Berghausen zumindest bis ins 8. Jahrhundert vor Christi Geburt.
Das Wahrzeichen von
Raumland ist die auf einem Felssporn ruhende, gedrungen wirkende Kirche
mit dem ältesten Geläut Westfalens. Dem Heiligen Martin geweiht, wird sie
als Mutterkirche erstmals 1059 erwähnt. Vorgängerkirchen sind aber
anzunehmen, die möglicherweise bis in die Zeit der Christianisierung
reichen, die im nahen Hessen von Bonifatius betrieben wurde. Die dicken Mauern
mit den kleinen Fenster- und Türöffnungen boten in Kriegszeiten den
Dorfbewohnern Zuflucht und Schutz.
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